Goldener Windbeutel Bild: radioBERLIN 88,8 / Silja Sodtke
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- Die dreistesten Werbelügen

Zum achten Mal vergibt die Verbraucherorganisation foodwatch den Negativpreis „Goldener Windbeutel“ für die dreisteste Werbelüge. Welche Produkte dieses Jahr nominiert sind und warum, lesen Sie hier.

Verpackungen voller Luft, angeblich gesundheitsfördernd trotz hohem Zuckeranteil oder es ist nicht drinnen, was drauf steht – Werbelügen und Schummelpackungen sind in den Supermarktregalen leider keine Seltenheit.

Die Verbraucherschutzorganisation foodwatch hat fünf Produkte für ihren jährlichen Negativpreis „Goldener Windbeutel“ nominiert. Verbraucher können bis 2. Dezember online abstimmen unter www.goldener-windbeutel.de.

Die Kandidaten für den Goldenen Windbeutel

Nominiert sind:

Das Glaceau Smartwater von Coca Cola – laut foodwatch ein ganz normales Mineralwasser, aber bis zu siebenmal teurer.

Das Bio-Bratöl Olive von Denree - besteht trotz des Namens zur Hälfte aus weniger teureren Sonnenblumenöl.

Edeka Gut&Günstig Erbsen Eintopf –
laut Etikett: „ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe“, enthält aber laut foodwatch 10 Zusatzstoffe.

Heinz Kids Tomato Ketchup -
Das ist 40 Prozent teurer als deren total identisches Ketchup für Erwachsene.

Corny Milch von Schwartau – beworben als leichte Kost mit Extra-Calcium, besteht aber laut foodwatch zur Hälfte aus Fett und Zucker.

Einkaufswagen Foodwatch radioBERLIN 88,8 / Silja Sodtke
Bild: radioBERLIN 88,8 / Silja Sodtke

Werbelügen und Schummelpackungen mit allen teilen

Auf der neuen Online-Plattform www.schummelmelder.de können wir Schummelpackungen und falsche Werbeversprechen melden, die uns im Alltag unterkommen, und sie so mit anderen teilen.

Innerhalb von fünf Wochen haben Verbraucher 120 Produkte dort gemeldet.
Von dieser Plattform stammen auch vier von fünf Nominierten für den „Goldenen Windbeutel“.

Foodwatch fordert Hersteller und Politik zu mehr Verbraucherfreundlichkeit auf

Die Verbraucherorganisation fordert von den Herstellern, ihre Produkte leicht und verständlich zu kennzeichnen. Und auch die Politik ist laut Sophie Unger von foodwatch in der Pflicht: “Die alltägliche Verbrauchertäuschung im Supermarkt ist ganz legal. Hier ist die Politik gefragt.“ Bundesernährungsministerin Julia Klöckner solle klare Kante gegen Schummler und Täuscher zeigen.

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Beitrag von Silja Sodtke radioBERLIN 88,8-Verbraucherexpertin