Handwerker (Foto: imago images/blickwinkel)
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- Handwerkerportale im Netz – darauf sollten Sie achten!

Heizung warten, Fenster reparieren, Lichtschalter austauschen - in Berlin müssen wir zurzeit oft Wochen bis Monate auf einen Handwerkertermin warten. Es herrscht Handwerkermangel, gleichzeitig geht der Bauboom in der Stadt weiter. Eine Lösung, um doch noch schnell Hilfe zu bekommen, können Handwerkerportale im Netz sein. Wer darüber einen Handwerker sucht, sollte einiges beachten.

Vorteile von Handwerkerportalen im Netz
Auch bei schwieriger Marktlage besteht die Chance, hier kurzfristig einen Handwerker zu bekommen. Viele Handwerksbetriebe checken regelmäßig die Portale, um mit den dortigen Ausschreibungen auch kurze zeitliche Auftragslücken zu füllen.

Zudem haben wir als Kunden einen guten Preisvergleich, da wir unterschiedliche Angebote einsehen können. Vorteil für uns Berlinerinnen und Berliner: Es bewerben sich auch Firmen aus dem Umland, die oft preislich günstiger sind.

Die unterschiedlichen Plattformen
Es gibt zahlreiche Plattformen im Netz, über die wir einen Handwerker buchen können. Wie dort die Dienstleistungen angeboten werden, ist unterschiedlich. So gibt es beispielsweise Auktionen, Vermittlungsportale oder direkte Handwerkerdienste. Bei Online-Auktionen stellen wir unseren Auftrag auf die Seite des Portals.

Handwerksbetriebe können dann ein Angebot abgeben. Nachteil: Sollten wir keinem der Angebote zustimmen, erhält oft der Betrieb mit dem günstigsten Angebot den Zuschlag. Das heißt also, wir müssen den ausgeschriebenen Auftrag auch wirklich vergeben. Auch bei Vermittlungsplattformen sollten wir ein Auge darauf haben, dass es in unserer Hand liegt, ob wir ein Angebot annehmen oder nicht.

Hohe Anfahrtskosten vermeiden
Achten sollten wir darauf, dass die vorgeschlagenen Handwerker aus der Region stammen. Manche Portale arbeiten überregional. Dabei können horrende Anfahrtskosten entstehen.

So erkennen Sie einen seriösen Handwerksbetrieb
Handwerksbetriebe sollten auf den Portalen ihre Qualifikation nachweisen, zum Beispiel durch Meister- oder Gesellenbriefe. Ist der Betrieb zudem Mitglied in einer Handwerkskammer, gibt das auch dem Kunden Sicherheit. Zum einen muss der Handwerksbetrieb dort seine Qualifikation nachgewiesen haben.

Im Streitfall, etwa bei fehlerhaft ausgeführter Arbeit, können sich die Auftraggeber außerdem an die Kammer wenden. Manche Portale, wie zum Beispiel der Marktführer „myhammer“, akzeptieren nur in der Handwerkskammer registrierte Betriebe auf ihrer Plattform.

Eine Checkliste rund um Handwerkerportale für Kundinnen und Kunden finden Sie bei der Verbraucherzentrale.

 

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Beitrag von Silja Sodtke rbb 88.8-Verbraucherexpertin