Biotonne (Foto: imago/STPP)
Bild: imago/STPP

- So werden Sie Klimaretter mit Ihrer neuen Bio-Tonne

Zu umständlich, Bio-Müll stinkt, die Essensreste ziehen Insekten und andere Tiere an. Die Sorgen sind größtenteils überflüssig. rbb 88.8-Verbraucherexpertin hat Tipps rund um die Bio-Tonne.

Was gehört rein?

Lebensmittel und Essensreste oder auch Gekochtes. Ebendso Obst- und Gemüseschalen, Kaffeesatz, benutzte Kaffeefilter, Teebeutel, Laub, Blumen, Grünschnitt, Zeitungspapier und Küchenkrepp.

Was gehört nicht rein?

Plastik, Verpackungen, Metall, Alufolien, Windeln, Staubsaugerbeutel, Katzenstreu, Asche oder behandeltes Holz.   


So stinkt die Tonne nicht!

Am besten legen Sie eine dicke Schicht Zeitungspapier auf den Boden der Tonne. Das  saugt die Feuchtigkeit des Bio-Mülls auf und verhindert so unschöne Gerüche. Lebensmittelreste oder alte Lebensmittel sollten Sie ebenfalls in Zeitungspapier einwickeln und so in die Tonne legen. Auch das verhindert Stinkerei.

Damit sich gerade bei heißem Sommerwetter nicht vermehrt Gerüche bilden, sollte die Tonne an einem schattigen Plätzchen aufgestellt werden.

Und: Sprühen Sie die Innenseite des Tonnendeckels mit einer Essig-Wasser-Lösung ein. Das hält lästiges Getier fern!

Keine Beutel aus abbaubaren Kunststoff verwenden!

Klar, sie sind reißfest und mindern Gerüche schon beim Sammeln in der Küche: Bio-Beutel aus Folien, zum Beispiel aus Maisstärke. Sie sollen kompostierbar sein und sind in Drogerie- und Supermärkten erhältlich.

Für die Verwertung des Bio-Mülls sind sie aber hinderlich und deswegen von der BSR gar nicht gerne gesehen. In Berlin kommt der Bio-Müll in die Vergärungsanlage. Die Beutel aber vergären nicht und müssen umständlich herausgesammelt werden. Sind sie sogar zugeschnürt, wird der Beutel samt Inhalt aussortiert. Das Sammeln war also umsonst.

Lieber also Papiertüten verwenden: Welche Tüten reißfest sind, auch wenn Sie mehrere Tage feuchte Lebensmittel in ihnen sammeln, hat das rbb-Verbrauchermagazin Super.Markt getestet. Den Test sehen Sie HIER.

Wie hilft der Bio-Müll der Umwelt?

Der Biomüll wird in der Vergärungsanlage in Ruhleben zu Biogas verarbeitet. Mit diesem Biogas werden rund 150 Müllfahrzeuge der BSR umweltfreundlich betankt. Gut für unsere Nasen: Keine stinkenden Dieselabgase. Die Fahrzeuge erkennen Sie an der Buchstabenfolge NG.. ( ... Gas .... ) auf dem Seitenaufprallschutz. Die Gärreste gehen als Kompost und Dünger an Landwirte.

Wenn Sie noch keine Tonne bekommen haben

01.04. und noch keine Bio-Tonne da? Dann direkt der BSR melden. Ansonsten kümmert sich auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND darum. Unter dieser Internet-Adresse (www.bund-berlin.de/mitmachen/aktion-biotonne-fuer-alle) können Berliner ihren Wunsch nach der Bio-Tonne melden. Der BUND leitet diesen dann an die BSR weiter.

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Beitrag von Silja Sodtke radioBERLIN 88,8-Verbraucherexpertin