Bild: rbb 88.8/Lisa Steger

- Olympisches Dorf

In Elstal, knapp 20 Kilometer westlich des Olympiastadions, liegt das ehemalige Olympische Dorf, errichtet zu den Sommerspielen 1936. Dort enstehen zur Zeit auf 55 Hektar Fläche Häuser und Wohnungen für bis zu 3.000 Menschen. Am Freitag wurde der erste von drei Bauabschnitten eingeweiht.

Die Sportler-Unterkünfte bekamen den Namen "Dorf des Friedens", gleichzeitig sah der Plan vor, "die schönste Kaserne der Welt" zu erschaffen. Bereits bei Beginn der Planungen stand fest, dass nach den Olympischen Spielen die Wehrmacht die Anlagen nutzen sollte; gleich nebenan lag der Truppenübungsplatz Döberitz. Die Häuser wurden für ihren späteren Zweck massiv gebaut.

Hier wohnten während der Spiele rund 3600 männliche Athleten mit Betreuern und Personal, während etwa 330 weibliche Teilnehmer auf dem Gelände des Deutschen Sportforums am Olympiastadion untergebracht waren.

Nach den Olympischen Spielen
Nach den Olympischen Spielen wurden auf dem Gelände eine Infanterieschule und ein Infanterie-Lehrregiment untergebracht. Das Speisehaus der Nationen beherbergte ein Militärhospital, genannt das Olympialazarett. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs zog die sowjetische Armee auf dem Gelände ein und nutzte es bis zum Abzug 1992.

Das Olympische Dorf heute und morgen

Die größten, noch halbwegs erhaltenen Gebäude sind das Haus der Nationen, die ehemalige Schwimmhalle und einige Mannschaftsunterkünfte. In einem guten Zustand befindet sich die Turnhalle. Die Schwimmhalle wurde 1993 durch Brandstiftung stark beschädigt und 2011 äußerlich wieder rekonstruiert.

In den 2010er Jahren wurde eine Mannschaftsunterkunft als „Jesse-Owens-Haus“ saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement hat das historische Olympische Dorf erworben und kümmert sich um die Erhaltung der verbliebenen Gebäude. Das Olympische Dorf kann von April bis Oktober besichtigt werden (täglich von 10 bis 16 Uhr).

Pläne für einen Wohnpark
Ein Entwicklungskonzept vom neuen Investor Terraplan fand die Zustimmung der Gemeindevertreter. Die Wustermarker Kommunalpolitiker stimmten auch für die Aufstellung des Bebauungsplanes E 36 „Olympisches Dorf“, der das gesamte Areal von knapp 53 Hektar umfasst.

Speisehaus und Heizhaus sind denkmalgeschützt, sie werden saniert und in Wohnungen umgewandelt. Die ehemaligen Unterkünfte der Sportler werden neu gebaut, 20 Baukörper entstehen in einem Halbkreis um das Speisehaus herum, so dass die ursprüngliche Form wieder entsteht.   

Olympisches Dorf Elstal

Alle Bauzombies auf einen Blick

Eine Kuppel der ehemaligen Abhörstation der NSA ist am 01.07.2013 in Berlin auf dem Teufelsberg zu sehen. Bis 1992 hörte der amerikanische Geheimdienst NSA von dort aus den Funk-und Telefonverkehr im Osten ab. Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Bauzombies in Berlin

In Berlin gibt es so viele, teilweise seit Jahrzehnten nicht mehr genutzte Gebäude. Doch was wird aus ihnen? Das Team von "Guten Morgen Berlin" hakt bei Ämtern und Eigentümern nach. Unsere Reporter lassen sich nicht abwimmeln und bleiben am Ball. Oft bekommen sie einen exklusiven Einblick hinter sonst verschlossene Türen.

Videos, Fotos, die wichtigsten Antworten sowie eine interaktive Karte zu den Bauzombies finden Sie hier.

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