Die AVUS Tribüne in Berlin (Foto: David Donschen / rbb 88.8)
Bild: David Donschen / rbb 88.8

- AVUS Tribüne

Seit dem Sommer 2017 läuft der Umbau der denkmalgeschützten Avus-Tribüne zwischen der Stadtautobahn und dem Messedamm. Jetzt gibt es Neuigkeiten.

Zeit der Avus-Rennen
Sie wurde um 1936 erbaut. In den dreißiger Jahren fuhren Rudolf Caracciola, Juan Manuel Fangio, Bernd Rosemeyer mit Spitzengeschwindigkeiten von 400 km/h dort Rennen. Berühmt-berüchtigt war die überhöhte Nordkurve, denn dort kam es auch zu vielen dramatischen Unfällen. 1967 wurde sie abgerissen.

Auf den Tribünen hatten bis zu 4000 Menschen Platz, die Zuschauerränge sind ca. 240m lang und 10m breit.

Ende der Avus-Rennen
1998 war dann Schluss mit den Avus-Rennen. Die Tribüne steht unter Denkmalschutz und wurde 2007 von der privaten Gesellschaft Avus Tribüne GmbH für rund 500.000 Euro von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gekauft.

2011 wurde ein Bauantrag gestellt, die Investoren wollten die Zuschauerränge verglasen und umgestalten, erstmal wurden aber nur einige wenige Sicherheitsmängel beseitigt (z.B. am Dach)

Ende 2013 hat der Geschäftsführer der Avus Tribüne GmbH, Kay Kaden, angekündigt, dass „es neue Aktivitäten geben wird, die in Kürze bekannt“ gegeben werden. Passiert ist seitdem aber nichts.

Aktueller Stand

19 Jahre nach dem letzten Avus-Rennen begann der Unternehmer Hamid Djadda damals mit der Neugestaltung, die allerdings langsam vorankommt, weil die Behörden größere Arbeiten mit Auswirkungen auf den Verkehr nur in Ferienzeiten genehmigen. Jetzt gebe es Neuigkeiten. Der Fernsehsender Hauptstadt TV habe „langfristig die komplette Tribüne gemietet“.

Nun könne er mit den Banken über die Finanzierung verhandeln, sagt Djadda. „Sollte es mit dem Darlehen klappen, werden wir schon im Sommer mit den weiteren Baumaßnahmen anfangen und im Herbst 2021, rechtzeitig zum 100. Jubiläum der Avus, fertig sein".

Stand: 12. Mai 2020