Außenaufnahme der Kant Garagen in Charlottenburg (Foto: radioBERLIN 88,8 / Hendrik Schröder)
Bild: radioBERLIN 88,8 / Hendrik Schröder

- Kant Garagen

Ein Hochgarage für 300 Autos, Waschanlage, Tankstelle und beheizbare Stellplätze: Einst war das Gebäude in Charlottenburg zukunftsweisend. Jetzt sollen hier wieder visionäre Konzepte rund um das Thema "Mobilität" entwickelt werden.

Die Geschichte

Die Kant Garagen waren 1930 zur Eröffnung eine architektonische Sensation, vergleichbares gab es nur in den USA. Ein Hochgarage für 300 Autos Platz mit Waschanlage, Service und Tankstelle zeichneten das Gebäude aus. Das Besondere war die gläserne Vorhangfassade. Die Wendelrampe und die beheizbaren Stellplätze. Gebaut wurden die Garagen im Stil der neuen Sachlichkeit.

1961 wurde das Gebäude dann an den Immobilienkaufmann Pepper verkauft und 1991 unter Denkmalschutz gestellt. Ende 2015 verkaufte Pepper die Garagen an den Unternehmer Dirk Gädeke, der große Pläne mit dem Gebäude hatte. Unter anderem sollten hier Büros, Eventlocations und eine Galerie entstehen. Doch dann gab es Streitigkeiten unter den beteiligten Personen und es passierte erst einmal nichts.

Zukunftspläne

Doch im Herbst diesen Jahr soll es mit der Neunutzung des Gebäude endlich losgehen. Denn nach Gerangel zwischen neuem Eigentümer, Bezirk und Denkmalschutzbehörden gibt es jetzt einen Plan für die Kant Garagen.

Dieser sieht vor, dass sich hier zukünftig Unternehmen ansiedeln, die Carsharing-Apps und Logistikkonzepte entwickeln. Das findet auch der Eigentümer gut und die Denkmalschutzbehörden sind nach langenDiskussionen ebenfalls einverstanden. Unter anderem soll die historische Fassade erhalten bleiben, allerdings soll das Original-Glas ersetzt werden.

Innen wird alles neu gebaut, unter anderem um den Brandschutz zu gewährleisten. Nur 36 der ursprünglich 132 vorhandenen „Heinrich Boxen“ sollen erhalten bleiben.

Damit scheint der Neunutzung der Kant Garagen nichts mehr im Weg zu stehen.







 

Das könnte Sie auch interessieren

Aussenaufnahme der Ringkolonnaden in Marzahn (Foto: imago/Hoch Zwei Angerer)
imago/Hoch Zwei Angerer

Ringkolonnaden in Marzahn

Reisebüro, ein Café, ein Schlüsseldienst und andere Geschäfte: Einst stand hier die Geschäfts- und Kulturmeile in der Plattenbausiedlung. Jetzt gibt es Pläne für einen Mix aus Wohnungen und Geschäften.

Aussenfoto des Eierhäuschens im Plänterwald (Foto: imago/Schöning)
Foto: imago/Schöning

Eierhäuschen Plänterwald

Bis in die 1970er Jahre war das Eierhäuschen eines der beliebtesten Ausflugsziele im Norden Treptows. 1991 wurde das Lokal mit der Abwicklung des Spreeparks geschlossen.

Das ehemalige Sporthotel und Kongresszentrum im Sportforum Hohenschönhausen ist eine Ruine; Foto: imago/Kai Horstmann
Foto: imago/Kai Horstmann
1 min

Sporthotel Hohenschönhausen

Das einstige DDR-Vorzeigeprojekt wurde zum Zankapfel zwischen Bezirk und Investor und nun gammelt das Sport- und Kongresszentrum weiter vor sich hin. Jetzt gibt es Pläne für den Bau von Büros, Wohnungen und einem Hotel. 2020 sollen die Bauarbeiten beginnen.

Foto: radioBERLIN 88,8/Doris Anselm
radioBERLIN 88,8/Doris Anselm

Rigaer Straße 71

Unweit des umstrittenen Linksautonomen Zentrums könnte es in nächster Zeit mächtig Ärger geben. Zum einen wegen dem geplanten Bau von Luxuswohnungen, zum anderen wegen der daraus resultierenden Vollsperrung.

U-Bahnhof Bismarckstraße (Foto: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm)
radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm

U-Bahnhof Bismarckstraße

Der wichtige Umsteigebahnhof in der City West, hier kreuzen sich die Linien U2 und U7, ist eine Großbaustelle, und das nun schon seit zweieinhalb Jahren. Doch die Bauarbeiten scheinen einfach nicht voran zu kommen.