Rosegger-Schule Bild: radioBERLIN 88,8
Bild: radioBERLIN 88,8

- Peter Rosegger-Grundschule

Die frühere Peter Rosegger-Grundschule ist ein Klinkerbau mit großem Hof und alten Bäumen, direkt an der Marheinecke Halle, also in bester Lage im Kreuzberger Bergmannkiez. Das Gebäude ist denkmalgeschützt und hat vier Geschosse. Gebaut wurde die Schule 1886, benannt nach dem Dichter aus der Steiermark.

2004 wurde der Schulbetrieb eingestellt, weil es zu wenig Schüler gab. Damals waren es nur noch acht Klassen mit 100 Schülern, davon die meisten Kinder von Migranten. Seit Mitte 80er Jahre wurde kein Geld in das Gebäude gesteckt. Die damalige Direktorin schildert in der „Kreuzberger Chronik“: »25 Jahre lang wurde hier nicht eine Mark investiert! Alle Anfragen um Sanierungsmittel wurden abgelehnt«.

2009 schreibt die WELT: Bezirk beschließt Rosegger Schule als öffentlichen Schulstandort zu erhalten.  BIM wird beauftragt Gebäude für zehn Jahre zu vermarkten.

Rosegger-Schule Bild: radioBERLIN 88,8
Bild: radioBERLIN 88,8

2011 zog die „Global Music Academy“ und das „Konservatorium für Türkische Musik“ ein. Sie haben einen Erbbaurechts-Vertrag. Die beiden Einrichtungen belegen aber nur Erdgeschosse. Die Obergeschosse stehen seit dem leer.

In der Diskussion ist das Gebäude vor allem, weil die 600 Meter entfernet Lenau-Schule asbestbelastet und kaputt ist. Die 400 Schüler sollen nach dem Schuljahr für rund drei Jahre in Containern unterrichtet werden. Eltern fragen sich, könnte die Rosegger Schule nicht eine Option sein.

Das verneint der zuständige Schul-Stadtrat Andy Hehmke, gegenüber radioBerlin. Vom Bezirksamt heiß es, es sei keine Auslagerung in das leere Gebäude geplant. Auch für eine eventuelle Gemeinschaftsschule sei das Gebäude zu klein. Unabhängig davon müssen die oberen freien Etagen grundsaniert werden. Laut Tagespiegel ist die Betriebsgenehmigung erloschen. Im Interview will sich Stadtrat Andy Hehmke nicht zur Rosegger Schule äußern.

Rosegger-Schule Bild: radioBERLIN 88,8
Bild: radioBERLIN 88,8

Peter Rosegger Schule, Bergmannstraße 28

Das könnte Sie auch interessieren

Bauruinen der DEGUFA; Foto: Doris Anselm, radioBERLIN 88,8
Foto: Doris Anselm, radioBERLIN 88,8

Gummifabrik DEGUFA

Die Gebäude der alten Gummiwarenfabrik sind nicht zu retten. Nach einem Abriss sollen dort Wohnungen entstehen. Doch wie sieht es mit den Altlasten aus?

ICC Berlin (Foto: imago/Metodi Popow)
imago/Metodi Popow

ICC Berlin

Was wird aus dem ehemaligen Kongresszentrum? Die europaweite Ausschreibung für Investoren ist beendet und 13 Interessenten haben sich gemeldet. Jetzt prüft der Senat die Investoren-Ideen.

Ehemaliges Regierungskrankenhaus Buch; Foto: rbb Abendschau
Foto: rbb Abendschau

Ehemaliges Regierungskrankenhaus

Einst war die Klinik in Buch der politischen Führung der DDR vorbehalten - mit modernster Ausstattung. Nach der Wende entstand das Klinikum Buch, für die alten Gebäude gab es keine Verwendung mehr.

2024 soll hier ein neues Wohnquartier "Buch-Am Sandhaus" mit 3000 Wohnungen, Kita und Gewerbe entstehen. Neueste Pläne sehen vor das alte Krankenhaus zu integrieren und nicht abzureißen.

Fassade des Operncafes in Berlin (Foto: Miriam Keuter / rbb)
Miriam Keuter / rbb

Operncafé im Prinzessinnenpalais

Seit 2016 baut die Deutsche Bank am traditionsreichen Gebäude. Im Herbst 2018 soll dann an Stelle des ehemaligen Operncafes ein Forum für Kunst, Kultur und Sport entstehen.

Bürgerbrauerei am Müggelsee in Berlin (Foto: imago images/Hohlfeld)
imago images/Hohlfeld

Die ehemalige Berliner Bürgerbräu

Für das Gelände der ehemaligen Berliner Bürgerbräu in Friedrichshagen gibt es Zukunftspläne. Zwei Investoren treiben die Entwicklung des Geländes am Wasser voran und wollen dort neue Wohnungen errichten.