RAW Model Bild: rbb 88.8
Bild: rbb 88.8

- RAW-Gelände (Revaler Straße)

Das "Party-Gelände" an der Warschauer Brücke soll neue Mieter bekommen! Hier sehen Sie, wie ein Teil des Areals einmal aussehen soll.

Aktueller Stand:
Vier neue Mieter für das Kultur- und Party-Quartier des RAW-Geländes stehen jetzt fest. Sie werden ab April in das sogenannte „House of Music“ einziehen.

Ein weiterer der drei Eigentümer des ehemaligen Bahnareals ist International Campus (IC) – der möchte auf dem Gelände ein öffentliches Schwimmbad errichten, das vor allem Vereinen, Schulen und Kitas zur Verfügung stehen soll.

Damit würde die IC eine klare Versorgungslücke im Bezirk schließen: in absehbarer Zeit werden dort nämlich keine Hallenbäder zur Verfügung stehen – und Schulen und Vereine müssen auf das Bad am Spreewaldplatz und ab September auf das Prinzenbad in Kreuzberg ausweichen.

Das Schwimmbad wäre eins der Elemente im Gesamtprojekt der IC. Auf 17.000 qm sind außerdem neue Gebäude für Büros, Coworking, Gastronomie und Einzelhandel vorgesehen.

Ein Abschlussbericht, der an die Bezirksverordneten von Friedrichshain-Kreuzberg geht, wird in den kommenden zwei bis drei Wochen erwartet.

Vorgeschichte:
Direkt an der Warschauer Brücke, einer der wichtigsten Verkehrsadern im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, befindet sich das RAW-Gelände. Auf ihm befindet sich auch der 8.800 Quadratmeter umfassende RAW-Tempel. Der ehemalige Eigentümer des Areals war die Deutsche Bahn, woraus die auch die Bedeutung der Abkürzung ergibt: RAW steht für Reichsbahnausbesserungswerk.

Es ist ein alternatives Kulturprojekt, dessen Credo „hochwertige Kultur niedrigschwellig bereitzustellen“ zeigt, dass hier nicht der kommerzielle Erfolg die Programmplanung bestimmt. An dieser grundsätzlichen Ausrichtung möchte auch der neue Eigentümer, die Göttinger Kurth Gruppe, nach eigenen Angaben nichts ändern. Dem Immobilienunternehmen gehört seit dem 1. April mit 52 000 Quadratmetern ein Großteil des RAW-Geländes.

Das könnte Sie auch interessieren

Außenaufnahme der Kant Garagen in Charlottenburg (Foto: radioBERLIN 88,8 / Hendrik Schröder)
radioBERLIN 88,8 / Hendrik Schröder

Kant Garagen

Ein Hochgarage für 300 Autos, Waschanlage, Tankstelle und beheizbare Stellplätze: Einst war das Gebäude in Charlottenburg zukunftsweisend. Jetzt sollen hier wieder visionäre Konzepte rund um das Thema "Mobilität" entwickelt werden.

Das städtische Krankenhaus in Neukölln (Quelle: rbb / Miriam Keuter)

Ehemalige Frauenklinik Neukölln

Ein Teil der Gebäude wurde in den Jahren 1913 bis 1917 als Frauenklinik gebaut, Erweiterungsbauten kamen in den 60er und 70er Jahren dazu. Vivantes hatte bis 2005 dort seine Kliniken.

Cuvrybrache; Foto: imago/PEMAX
imago stock&people

Cuvrybrache

20 Jahre Streit - 20 Jahre Hin und Her. Berlins bekannteste Brache soll nun doch noch bebaut werdenn Aus der Cuvry Brache wird der "Cuvry Campus“ mit Gewerbe, Büros, Restaurants und Supermarkt. Wohnungen sieht der alte Bebauungsplan nicht vor.

Aussenaufnahme des Stellwerks Moabit (Foto: radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter)
radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter

Stellwerkturm Moabit

Das Gebäude auf dem historischen Güterbahnhof Moabit hat eine lange Geschichte. Doch aktuelle Pläne zur Neunutzung des Turms gibt es nicht.

Bauruinen der DEGUFA; Foto: Doris Anselm, radioBERLIN 88,8
Foto: Doris Anselm, radioBERLIN 88,8

Gummifabrik DEGUFA

Die Gebäude der alten Gummiwarenfabrik sind nicht zu retten. Nach einem Abriss sollen dort Wohnungen entstehen. Doch wie sieht es mit den Altlasten aus?