Villa Heike in Berlin (Foto: wikipedia/silbertrick/CC)
Bild: wikipedia/silbertrick/CC

- Villa Heike

Einst vom Wurstmaschinen-Fabrikanten Richard Heike am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut beherbergt das imposante Gebäude heute mehrere Büros und einen Austellungsraum für Kunstprojekte.

Die Geschichte

Die Fassade und die Umgebung erzählen eine wechselhafte Geschichte. Zu Beginn hatte Wurstfabrikanr Richard Heike im Dachgeschoss mit seinen heute roten Ziegeln seine Wohnung. Große Fenster und der sandgraue Stahlbeton erinnern sehr an das Tacheles in Berlin.

Die Maschinen wurden damals gleich hinter der Villa in einer Fabrik gebaut. Nach dem Krieg konfiszierte die Rote Armee die Villa. Hier zog der sowejetische Geheimdienst ein. Später wurde das Gebäude dann von der DDR-Stasi genutzt. Keine hundert Meter entfernt war das Gefängnis der Staatssicherheit.

An die DDR-Geschichte der Villa erinnern die alten Ostlaternen. An der Fassade gibt es noch Graffittis aus der Zeit nach 1990, als das Villa hier mehr 20 Jahre vor sich hin rottete und zerfiel. Die Graffitis sind von der Eigentümergemeinschaft aber ganz bewusst erhalten worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Bauzombie Hubertusallee (Foto: radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter)
radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter

Bau-Ruine an der Hubertus-Allee

Wie ein Fremdkörper steht an der Hubertusallee- Ecke Franzensbaderstraße, in bester Wohngegend, ein großer Rohbau.  

Fassade des Kathreiner Hochhauses in Schöneberg (Foto: radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter)
radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter

Kathreiner Hochhaus

Das älteste Hochhaus Berlins in Stahlskelettbauweise steht seit Jahren komplett leer. Doch verkaufen will die Stadt das Gebäude nicht.

Diesterweg-Gymnasium (Foto: radioBERLIN 88,8)
radioBERLIN 88,8

Ehemaliges Diesterweg-Gymnasium

Auf dem Gelände soll eine Sekundarschule entstehen. Außerdem sind modulare Unterkünfte für Geflüchtete und Wohnungen für "bedürftige" Mieter geplant.

Prälat Schöneberg (Foto: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm)
radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm

Prälat Schöneberg

Bis zum Bau des Palais am Funkturm war der 12.000 m² große Prälat das beliebteste Tanzlokal der West-Berliner. Doch seit 1987 steht das Gebäude leer und nur die beiden denkmalgeschützten Säle (Wappensaal und Kronensaal) sind noch erhalten.