Aussenaufnahme der Ringkolonnaden in Marzahn (Foto: imago/Hoch Zwei Angerer)
Bild: imago/Hoch Zwei Angerer

- Ringkolonnaden in Marzahn

Reisebüro, ein Café, ein Schlüsseldienst und andere Geschäfte: Einst stand hier die Geschäfts- und Kulturmeile in der Plattenbausiedlung. Jetzt gibt es Pläne für einen Mix aus Wohnungen und Geschäften.

Geschichte

Die nördlichen Ringkolonnaden sind das Überbleibsel eines Doppelkomplexes aus den 80er-Jahren, von dem der südliche Teil 2010 abgerissen wurde. Der Gebäudekomplex kämpfte zunehmend mit Leerstand: Nur knapp 20 Prozent von rund 4400 Quadratmetern Gewerbefläche waren 2015 vermietet.

Es fanden sich keine Interessenten für die ehemaligen Räume des Kulturzentrums und der Bankfiliale. Besonders das Kulturzentrum, das sich über mehrere Etagen erstreckte, ließ die Ringkolonnaden wie ausgestorben wirken. Gründe für den Leerstand waren eine veraltete Haustechnik und eine ungünstige Aufteilung der Räume. Es gab zu wenige Sanitäranlagen, behindertengerecht was das Gebäude auch nicht.

Die Geschäfte der wenigen Mieter liefen aber passabel: Es gab ein Reisebüro, ein Café, einen Schlüsseldienst etc. – die Kundschaft kam überwiegend aus dem Gebiet rund um die Lea-Grundig-Straße.

2018 ging der Gebäudekomplex an die Degewo über, für die eine Sanierung nicht zur Debatte stand. Begründet wurde das auch mit den Maßen des bestehenden Gebäudes, welche nicht für modernen Wohnraum geeignet seien.

Zukunfstpläne

Schließlich entschied man sich für einen geschlossenen Baukörper auf der Fläche der nördlichen Ringkolonnaden, der in der Draufsicht dem noch vorhandenen ähnelt. Im Erdgeschoss sind Ladenflächen vorgesehen und im ersten Obergeschoss könnten besondere Wohnformen - beispielsweise für Senioren/Seniorinnen - umgesetzt werden.  Insgesamt sollen nach aktueller Planung 126 Wohnungen realisiert werden.

Auf der Fläche der ehemaligen südlichen Ringkolonnaden sieht die Planung vier einzelne Wohnblöcke mit größeren Wohnungen für Familien vor. Hier könnte laut Degewo auch eine Kita entstehen.


Wann sollen die Baumaßnahmen starten?

Gebaut wird frühestens im nächsten Jahr. Erst muss der Bauantrag genehmigt werden und die nördlichen Ringkolonnaden abgerissen werden.


 

Ringkolonnaden Marzahn

Das könnte Sie auch interessieren

Baustelle Sterndamm am S-Bahnhof Schöneweide; Foto: radioBERLIN/Doris Anselm
Foto: radioBERLIN/Doris Anselm

S-Bahnhof Schöneweide

Das Areal rund um den S-Bahnhof Schöneweide ist seit Jahren eine einzige Baustelle , inklusive des Fußgängertunnels und der Brücken über den Sterndamm. Auch das Gebäude selbst und die Bahnsteige gehören dazu.

Bauzombie: Torgauer Str. 24-25. Foto: Doris Anselm; radioBERLIN 88,8
Foto: Doris Anselm; radioBERLIN 88,8

Kohlenhandlung Annedore und Julius Leber

In der Torgauer Straße soll ein Gedenkort für den Widerstandskämpfer Julius Leber entstehen. Das dafür vorgesehene Gebäude droht zu verfallen.

Aussenansicht des Das ehemalige Kabelwerks Köpenick an der Müggelspree. (Foto: imago/PEMAX)
imago/PEMAX
3 min

Kabelwerk Köpenick

Es war die Zweigstelle des VEB Kabelwerks Oberspree. Zeitweise war der Mellowpark dort  untergebracht, wurde dann an diesem Standort geschlossen. Jetzt befindet sich der Mellowpark an der Wuhlheide.

Eingang des Strandbads Tegel (Foto: rbb 88.8 / Miriam Keuter)
rbb 88.8 / Miriam Keuter

Strandbad Tegel

Das Strandbad Tegel hat einen neuen Betreiber. Die Sanierungsarbeiten sind nochim Gange. Einen konkreten Eröffnungstermin gibt es aber noch nicht.

Aussenfassadwe des Tyrp Hotel in Berlin (Foto: Miriam Keuter / rbb 88.8)
Miriam Keuter / rbb 88.8

Das ehemalige Hotel Tryp

Bereits seit drei Jahren steht das Hotel an der Lietzenburger Straße leer. Dabei wurde laut Bezirksstadtrat bereits im März 2018 die Genehmigung für den Bau eines Apartmenthauses erteilt.