Fassade des ehemaligen Stadtbades im Wedding (Foto: imago/STPP)
Bild: imago stock&people

- Das ehemalige Stadtbad Wedding

Vom Stadtbad zur Eventlocation: Das Gelände des ehemaligen Stadtbades hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Jetzt gibt es neue Pläne für das Areal.

Die Geschichte

1907 wurde des Stadtbad als Schwimmbad (Architekt Ludwig Hoffmann) eingeweiht. Das Gebäude wurde im Auftrag der Gemeinde Wedding errichtet, um der schnell anwachsenden Bevölkerung Bade- und Sportmöglichkeiten zu bieten. 1956 diente das Stadtbad Wedding als Kulisse für den Film "Die Halbstarken" mit Horst Buchholz.

1999 war es erstmals wegen baulicher und hygienischer Mängel außer Betrieb. Das Objekt stand leer und wurde zum Verkauf angeboten. 2001 kam dann mit der endgültigen Schließung das Aus für den Badebetrieb. Anschließend wurde es  unter dem Namen STATTBAD als kulturelles Zentrum wiedereröffnet.

Neuer Eigentümer

Seit 2008 war Arne Piepgras privater Eigentümer des im Unterhalt teuren Areals. Allein die Betriebskosten verschlingen jährlich 170.000 Euro.

Kunst, Musik, Design, Urban- sowie Street-Art und ein Café mit ausgewählten Speisen und Getränke: Das STATTBAD war nicht nur eine einzigartige Location, sondern auch internationaler Ort des interdisziplinären Dialogs zwischen den verschiedenen Formen zeitgenössischer Kultur.

Aufgrund unzureichender Gebäudesicherungsmaßnahmen und versäumter Umbauten durch den Eigentümer wurde das Projekt im Mai 2015 durch das Bauamt Mitte geschlossen.

Zukunftspläne

Der derzeitige Eigentümer des Geländes, die Studio B2 Berlin GmbH, plant drei Gebäude auf dem Grundstück. In zwei Gebäuden soll ein Studentenwohnheim entstehen. Ein Haus soll fünfgeschossig mit ca. 32 Wohnungen pro Stockwerk werden, das andere wird etwas niedriger. Insgesamt sind 280 Wohnungen geplant.

Imn dritten Gebäude sollen Kultur und ein Kontorhaus einziehen. Dabei soll das Kontorhaus dreigeschossig und teils staffelgeschossig gebaut werden. Musik-Übungsräume, Aufnahmestudio und im Erdgeschoss ein Cafe sind geplant. Im Obergeschoss sollen Büroräume entstehen.  

Stand: 24. Mai 2017

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