Wiesenburg in Berlin (Foto: rbb 88.8)
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- Die Wiesenburg

Ende des 19. Jahrhunderts als Obdachlosen-Unterkunft erbaut, verfällt das Gebäude immer mehr. Doch jetzt gibt es Investitionspläne für das Areal.

Über zehn Millionen Euro sollen in eine neue Gebäudestruktur investiert werden. Entstehen soll dabei ein Mix aus Büros und Wohnungen. Auch für Künstler*Innen soll es zukünftig Bereiche geben. Dabei ist geplant, die bestehende Gebäudestruktur in die Neubauten zu integrieren, um so die Geschichte des Ortes lebendig zu halten. Bis Ende 2023 soll der Umbau abgeschlossen sein.

Die Geschichte

Die 1897 errichtete Wiesenburg wurde lange als Unterkunft für obdachlose Frauen und Männer genutzt. Hier wurde mehr Wert auf Hygiene als auf Missionierung gelegt und das Heim galt für seine Zeit als fortschrittlich und revolutionär. Nach 1914 wurde es militärisch requiriert, wieder als Obdachlosenasyl genutzt, an die Jüdische Gemeinde Berlin verpachtet und diente in der Zeit des Nationalsozialismus der Rüstungsproduktion.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände weitgehend sich selbst überlassen, hier siedelten sich Kleingewerbe, ausgebombte Familien und später Künstler an.

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