Aussenfassade des Hansa-Theaters in Moabit (Foto: Miriam Keuter / rbb)
Bild: Miriam Keuter / rbb

- Hansa Theater

2009 fiel der letzte Vorhang in dem Traditionshaus, das sich im Hinterhof eines Mietshauses befindet. Die Verhandlungen mit dem Bauamt über die Zukunft des Gebäudes laufen.

Das Mietshaus selbst wurde bereits saniert. Das Theatergebäude aber ist verschlossen. Vor dem ehemaligen Bühneneingang liegt Müll und Hausrat.

2011 wurde das Grundstück mit den Häusern an einen Privateigentümer verkauft. Der plante erst Studentenwohnungen und dann Mikro-Appartements. 112 Stück mit einer Wohnfläche zwischen 25 und 35 Quadratmetern sollten errichtet werden. Dafür sollte das Hansa Theater abgerissen werden, denn es steht nicht unter Denkmalschutz.

Derzeit kein Abriss des Gebäudes

Die ständig veränderte Substanz im Haus wurde vom Landesdenkmalamt als nicht erhaltenswert bewertet. „Allein aufgrund der mit der einstigen Nutzung verbundenen, durchaus interessanten Personengeschichte, ist ein Schutz nicht möglich.“

Doch warum wurde das Gebäude noch nicht abgerissen? Das Problem: das Hansaviertel liegt in einem Sanierungsgebiet. Und dort gelten besondere Genehmigungsverfahren. So muss sichergestellt sein, dass die geplante Bebauungsdichte städtebaulich verträglich ist.

Der Eigentümer hat dagegen Klage eingereicht. Parallel dazu befindet er sich in Verhandlungen mit dem Bauamt. Der Eigentümer signalisierte Einverständnis zur aktuellen Fassung eines „städtebaulichen Vertrages“.

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