Fassade des Kaufhauses Jandorf
Foto: Doris Anselm / radioBERLIN 88,8 | Bild: Doris Anselm / radioBERLIN 88,8

- Das ehemalige Kaufhaus Jandorf

Vom einstigen Warenhaus, über das Haus der Mode in der DDR bis hin zur Eventlocation: Das Haus an der Kreuzung Brunnenstraße/Veteranenstraße hat eine bewegte Vergangenheit. Jetzt könnte die Mode bald wieder eine große Rolle für das Gebäude spielen.

Die Geschichte

Das Warenhaus am Weinberg, wie das Haus offiziell heißt, wurde bereits 1904 von Adolf Jandorf in der Brunnenstraße in Berlin-Mitte eröffnet. Der Mauerpfeilerbau hat fünf Etagen und hatte eine Verkaufsfläche von etwa 10.000 m². Das Warenhaus war bis 1945 in Betrieb, danach diente es in der DDR als Institut für Modegestaltung. Als einziges Warenhaus von Jandorf überstand es den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet. Nach einem Leerstand zog dort Ende 1952 das Institut für Bekleidungskultur, später Haus der Mode der DDR ein, dabei wurden zusätzliche Aufzüge eingebaut. Seit der Wende stand das Haus leer.

Große Pläne nach der Wende

1993 kaufte der Frankfurter Hotelier Jacob Schultz das Haus von der Treuhandanstalt. Er ließ Fassade und Dach sanieren und baute eine Tiefgarage mit 25 Stellplätzen. Pläne für einen Komplettumbau, um die Räume als Büros, Praxen, Konferenzsälen und Lofts vermieten zu können, kamen nicht zum Tragen.  

Die Fashion Week lädt ein

Die Berliner Fashion Week hat seit ihrem Bestehen bereits verschiedene Orte in Berlin für Schauen und Veranstaltungen genutzt: Das Brandenburger Tor, das Kronprinzenpalais, den Bebelplatz. 2017 will man das Kaufhaus Jandorf in Mitte als Veranstaltungsort nutzen.  

Stand: 24. Mai 2017

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