Die Vorderansicht eines Straßenbahndepos (Foto: rbb 88.8 / Miriam Keuter)
Bild: rbb 88.8 / Miriam Keuter

- Das ehemalige Straßenbahndepot in Niederschönhausen

Das 1990 unter Denkmalschutz gestellte Gebäude steht vor dem Verfall und ist teilweise auch einsturzgefährdet.

Das Gelände wurde Anfang der 1990er Jahre unter Denkmalschutz gestellt. Seit dem 1. November 1999 werden Linienzüge nicht mehr planmäßig von Niederschönhausen aus eingesetzt. Weiterhin ist eine betriebliche Nutzung der Bauten durch die BVG aufgrund des hohen Investitionsbedarfs zur Einhaltung aktueller Vorschriften nicht mehr möglich. Für Ausnahmefälle, etwa Bauarbeiten im Teilnetz Pankow und der Schönhauser Allee wird der Hof jedoch betriebsfähig gehalten. Der DVN nutzte bis Anfang 2016 die Hallen zur Unterbringung seiner historischen Fahrzeuge.

Mittlerweile sind die Hallen mit den Gleisen 1 bis 19 wegen drohender Einsturzgefahr des Daches gesperrt. Der Werkstatttrakt (Gleise 20 bis 26) sowie das weitere Gelände werden (Stand: 2016) von BVG-Einrichtungen dagegen weiterhin genutzt.

2018 stellte die BVG, trotz Denkmalstatus, erfolglos einen Abrissantrag für das Verwaltungsgebäude und die Hallen. Nachdem die BVG seit mehreren Jahren ihren Pflichten zur Unterhaltung des Baudenkmals nicht nachkommt, erwägt die untere Denkmalschutzbehörde des Bezirks Pankow inzwischen ein entsprechendes ordnungsbehördliches Sicherungsverfahren.

Der Hof umfasst zwei Wagenhallen mit 19 beziehungsweise sieben Abstellgleisen, daran angeschlossen eine Montagehalle und diverse Betriebsräume. Am nördlichen Rand des Betriebsgeländes an der Dietzgenstraße befindet sich das Viergeschossige Verwaltungsgebäude.

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