Heeresverpflegungsamt Bild: radioBERLIN 88,8/Miriam Keuter
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- Heeresverpflegungsamt / Havel-Speicher

Über die alten Speicher des früheren Heeresverpflegungsamtes an der Parkstraße im Spandauer Ortsteil Hakenfelde ärgern sich Anwohner seit Jahren.

Die drei Gebäude aus den 30er-Jahren verfallen, die Scheiben sind eingeworfen, die Fassaden mit Graffiti übersät, auf den Dächern und in den Regenrinnen machen sich Bäumchen und Gräser breit.

Nach dem Verkauf durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) wechselte das 4,7 Hektar große Areal vis-à-vis der Insel Eiswerder wiederholt den Besitzer. Nun will die deutsch-österreichische Entwicklungsgesellschaft Buwog das historische Gelände an der Havel zum Wohnquartier machen.

800 Wohnungen sind dort geplant. Dazu sollen die historischen Speicher aus den Jahren 1939 bis 1941 umgebaut und durch Neubauten ergänzt werden. Ein nahezu fensterloser Silo ist für Lofts und Künstlerateliers im Gespräch. Möglicherweise wird er aber auch abgerissen und durch einen Neubau mit ähnlicher Anmutung wie die Nebengebäude ersetzt. Es gebe Gespräche mit der Denkmalbehörde. Die alten Lagerhallen auf dem Gelände werden derzeit abgerissen. Wie viele Neubauten neben den Speichern einmal errichtet werden, sei derzeit aber noch nicht festgelegt.

Mehr als 200 Millionen Investition
Rund ein Drittel der neuen Wohnungen sollen als Eigentum verkauft, der Rest vermietet werden. Auch eine neue Kita will der Entwicklungsträger errichten. Die Investitionssumme für das Projekt Parkstraße in Spandau beziffert die Buwog auf rund 220 Millionen Euro.

Einen Bebauungsplan für das Gelände gibt es bereits seit 2006. Baustart ist 2018. Fertiggestellt sein soll das neue Viertel an der Parkstraße im Jahr 2021.

Der Speicherstandort an der Parkstraße ist nur eines von vielen Neubauvorhaben in Spandau. In den nächsten zehn Jahren würde eine Milliarde Euro in Spandau investiert, darunter allein 300 Millionen Euro für Schulen.

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