Foto: rbb 88.8
Bild: rbb 88.8

- Das "Geisterhaus" in Zehlendorf

Seit 2012 steht die Villa in der Schmarjestraße leer. Doch nun, man glaubt es kaum, scheint es in der unendlichen Geschichte doch noch ein Happy End zu geben.

Jetzt will die "Initiative für Hochbegabung e.V." für hochbegabte Kinder in das Gebäude inziehen und Schulungsräume einrichten. Sie unterstützt als Hochbegabtenförderung Kinder, Jugendliche und ihre Eltern durch Kurse bei der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Themen, beim Lernen und beim sozialen Interagieren. Sie bietet die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu finden und sich mit ihnen auszutauschen.

111 Jahre alt, steht seit sechs Jahren leer.

Die kinderlosen Besitzer sind Ende der 80er Jahre gestorben, sie vermachten das Objekt dem Bezirk mit der Auflage, dort eine soziale Einrichtung unterzubringen.

Daraufhin zog eine alternative Kita ein, die bis 2012 in dem Gebäude blieb und es dann räumen musste. Grund war ein Streit über das Mietverhältnis und die Höhe der Miete. Zuvor hatte der Bezirk zu einem Dumpingpreis einen Teil des Grundstücks an einen Nachbarn verkauft, Korruptionsvorwürfe kamen auf.

Nach einem Vergleich vor dem Oberverwaltungsgericht musste die Kita vor sechs Jahren ausziehen, seitdem steht das Gebäude leer und verfällt. Die Denkmalschutzauflagen sind sehr hoch, das macht eine neue Nutzung schwierig.

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hatte der Eigentümerin vor vier Jahren ein Zwangsgeld von 5.000 Euro angedroht, sollte sie das Haus nicht sanieren und die Wohnungen wieder bewohnbar machen. Die Eigentümerin klagte daraufhin gegen das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg: Die Instandsetzung sei ihr nicht zuzumuten.

Leerstand und Verfall seit 20 Jahren

16 Wohnungen hat das 1897 erbaute Haus an der Odenwaldstraße in Berlin-Friedenau. Seit 20 Jahren verfällt es, 2010 zog der letzte Bewohner aus. Es wird gemutmaßt, dass sich neben Dach- und Kellerschäden auch der Schwamm in tragenden Elementen verbreitet haben könnte.

Doch ein umfassendes Gutachten über eingetretene Schäden gibt es bis heute nicht, auch wenn die Bauaufsicht Mitte 2017 das Mietshaus mit der Eigentümerin besichtigte. Die fünf Richter hätten im Verfahren auch die Bauakten aus der Entstehungsphase des Hauses studiert und seien von den farbigen Zeichnungen der Architekten fasziniert gewesen, hieß es im Prozess. Es sei "ein schönes, altes Haus".

Das könnte Sie auch interessieren

Fassade des Operncafes in Berlin (Foto: Miriam Keuter / rbb)
Miriam Keuter / rbb

Operncafé im Prinzessinnenpalais

Seit 2016 baut die Deutsche Bank am traditionsreichen Gebäude. Im Herbst 2018 soll dann an Stelle des ehemaligen Operncafes ein Forum für Kunst, Kultur und Sport entstehen.

Bauzombie Rathenower Straße 16 (Foto: rbb 88.8/Miriam Keuter)
rbb 88.8/Miriam Keuter

Rathenower Straße 16 in Moabit

Seit mehreren Jahren stehen die Gebäude hier leer. Doch es tut sich was. Das Quartier an der Rathenower Straße wird zu einem Standort für Soziales und Kultur, Leben und Wohnen entwickelt. Ab 2023 sollen unter anderem 80 neue Wohnungen bezugsfertig sein.

Prälat Schöneberg (Foto: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm)
radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm

Prälat Schöneberg

Bis zum Bau des Palais am Funkturm war der 12.000 m² große Prälat das beliebteste Tanzlokal der West-Berliner. Doch seit 1987 steht das Gebäude leer und nur die beiden denkmalgeschützten Säle (Wappensaal und Kronensaal) sind noch erhalten.

Aussenfassade des Hauses Julius Pintsch AG in Friedrichshain (Foto: rbb 88.8 / Miriam Keuter)
rbb 88.8 / Miriam Keuter

Die Ruine der Julius Pintsch AG

Im denkmalgeschützten Haus in der Andreasstraße wurden einst Gasmessgeräte oder Ausrüstungen für die Kriegsmarine hergestellt. Doch seit Mitte der 90er Jahre steht das Gebäude leer.