"Geisterhaus", Schmarjestraße 14 Bild: radioBERLIN 88,8/Hendrik Schröder
Bild: radioBERLIN 88,8/Hendrik Schröder

- "Geisterhaus" Schmarjestraße 14

Wie gehts weiter mit dem "Geisterhaus" in der Schmarjestraße 14 in Steglitz-Zehlendorf? radioBERLIN-Reporter Hendrik Schröder war vor Ort...

111 Jahre alt, steht seit sechs Jahren leer.

Die kinderlosen Besitzer sind Ende der 80er Jahre gestorben, sie vermachten das Objekt dem Bezirk mit der Auflage, dort eine soziale Einrichtung unterzubringen.

Daraufhin zog eine alternative Kita ein, die bis 2012 in dem Gebäude blieb und es dann räumen musste. Grund war ein Streit über das Mietverhältnis und die Höhe der Miete. Zuvor hatte der Bezirk zu einem Dumpingpreis einen Teil des Grundstücks an einen Nachbarn verkauft, Korruptionsvorwürfe kamen auf.

Nach einem Vergleich vor dem Oberverwaltungsgericht musste die Kita vor sechs Jahren ausziehen, seitdem steht das Gebäude leer und verfällt. Die Denkmalschutzauflagen sind sehr hoch, das macht eine neue Nutzung schwierig.

Jetzt kommt Bewegung in die Sache: Der Bezirk als Eigentümer möchte das Objekt gerne verkaufen, am liebsten an einen Träger, der soziales Wohnen ermöglicht. Dazu gab es im April einen Besichtigungstermin. Das Ergebnis: Das Gebäude hat einen Wasserschaden und ist derzeit nicht nutzbar. Das Bezirksamt prüft jetzt den Investitionsbedarf, über die weitere Verwendung wird der sog. Portfolioausschuss entscheiden.

Also, das kann  alles noch dauern. Aber immerhin gibt es jetzt den Willen, das Gebäude endlich wieder sinnvoll nutzbar zu machen.

Das könnte Sie auch interessieren

Hinter einem Gitter liegt ein Holzstapel (Foto: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm)
radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm

Ehemalige Gaststätte Krampenburg

Zu DDR-Zeiten erholten sich hier Urlauber im Ferienobjekt der Uhrenwerke Ruhla, danach diente es als FDGB-Heim. Das Gebäude mit einem Saal für 3000 Menschen wurde 1977 geschlossen und ist nur noch eine Ruine.

Die ehemailge Oberfinanzdirektion an der Ekche Warschauer Straße/Frankfurter Allee (Foto: radioBERLIN 88,8)

Die ehemalige Oberfinanzdirektion

An der Ecke Frankfurter Tor/Warschauer Straße steht schon seit Jahren ein riesiges Bürogebäude leer. Jetzt entstehen dort Studentenwohnungen.

Bauzombie Hubertusallee (Foto: radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter)
radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter

Bau-Ruine an der Hubertus-Allee

Wie ein Fremdkörper steht an der Hubertusallee- Ecke Franzensbaderstraße, in bester Wohngegend, ein großer Rohbau.  

Die Inenansicht des Reemtsma-Areals (Foto: Eckel PR)
Eckel PR

Reemtsma Areal

Rund 140 Millionen Zigaretten täglich wurden hier produziert. Lange passierte nichts auf dem Gelände. Doch jetzt konkretisieren sich die Pläne für einen Neunutzung. Die "Wohnkompanie" hat große Pläne und will am Standort mehrere hundert Millionen Euro investieren. Ende 2018/Anfang 2019 soll der erste Spatenstich erfolgen.

Strandbad Müggelsee; Foto: radioBERLIN/Miriam Keuter
radioBERLIN/Miriam Keuter

Strandbad Müggelsee

Die „Riviera des Ostens“rottet vor sich hin. Modernisiert wurde die aus den 30er Jahren stammende Bausubtanz zuletzt in den 70er Jahren. Gastronomie und Strandgebäude stehen leer.