Außenaufnahme eines Gebäudes der ehemaligen Stammbahn von Zehlendorf nach Griebnitzsee (Foto: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm)
Foto: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm | Bild: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm

- Die alte Stammbahn von Zehlendorf bis Griebnitzsee

Sie war die erste Bahnstrecke Preußens und wurde 1838 eröffnet. Die Stammbahn verband Berlin mit Potsdam. 1945 wurde sie stillgelegt. Doch bald könnte die alte Strecke wieder zum Leben erweckt werden.

Geschichte

Pläne für eine Wiederbelebung gab es bereits 2008. Der Senat hatte eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgemacht, war jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Wiederbelebung der Stammbahn nicht förderungswürdig sei.

Für die Wiederbelebung der Strecke kämpft seit Jahren die "Bürgerinitiative StammBahn", die die verkehrstechnische Anbindung für die Menschen im Südwesten Berlins, in Kleinmachnow und in Potsdam verbessern will.

Im vergangen Jahr hatte Verkehrssenator Andreas Geisel (SPD) noch einmal eine Machbarkeitsstudie zur Wiederbelebung der Strecke in Auftrag gegeben. Auch der Berliner Senat hatte zuvor zugesagt, die Wirtschaftlichkeit der Verbindung prüfen zu wollen.

Der Verein "Schutzgemeinschaft Stammbahn" sieht ein Comeback der Strecke allerdings kritisch und moniert, diese könne die Verkehrsbedürfnisse der Menschen im wachsenden Speckgürtel Berlins nicht erfüllen. Außerdem fürchtet sie eine starke Lärmbelastung für Kleinmachnow, wenn die Bahnverbindung wieder aufgebaut werden sollte.

Aktuelle Entwicklungen

Laut rbb24 will der Brandenburger Landrat von Potsdam Mittelmark, Wolfgang Blasing, den Ausbau der Stammbahn vorantreiben. Das Land will bis Ende des Jahres eine Prioritätenliste erstellen, wo auch die Stammbahn auftauchen soll. Dann könne der Ausbau bald beginnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Leerstand im Haus Stubenrauchstraße 69; Foto: Screenshot Video Dietmar Bührer
Foto: Screenshot Video Dietmar Bührer

Stubenrauchstraße 69

Ein prächtiges Wohnhaus in Friedenau verfällt. Die Eigentümerin saniert das Haus nicht, verkauft es aber auch nicht, sie lässt es verfallen. Die Besitzerin ist mit der Verwaltung ihrer Häuser komplett überfordert. Das Bezirksamt verhandelt mit dem Anwalt der Eigentümerin, damit ihr ein Betreuer an die Seite gestellt wird.

Aussenansicht des SEZ-Berlin im Prenzlauer Berg (Foto: radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter)
radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter

Das SEZ im Friedrichshain

Vom Prestigeobjekt der DDR-Staatsführung ist nicht mehr viel übrig: Schwimm-und Spaßbad, Rollschuhbahn, Fitnessstudios, Ballett- und Gymnastiksäle sind Vergangenheit. Jetzt hat ein Gericht über die Zukunft des SEZ entschieden.

Bauruinen der DEGUFA; Foto: Doris Anselm, radioBERLIN 88,8
Foto: Doris Anselm, radioBERLIN 88,8

Gummifabrik DEGUFA

Die Gebäude der alten Gummiwarenfabrik sind nicht zu retten. Nach einem Abriss sollen dort Wohnungen entstehen. Doch wie sieht es mit den Altlasten aus?

Die verkohlte Brandruine des ehemaligen Freizeit Bades Blub in Britz (Foto: imago/Olaf Wagner)
imago/Olaf Wagner

Blub Badeparadies

1985 errichtet, kamen bis zu seiner Schließung im Jahr 2005 jährlich ca. 60.000 Besucher ins Berliner Badeparadies. Jetzt sollen hier 450 neue Wohnungen entstehen.