Ex BND Villa in Zehlendorf (Foto: Miriam Keuter / rbb 88.8)
Bild: Miriam Keuter / rbb 88.8

- Die ehemalige BND-Villa

14 Zimmer, große Auffahrt, riesiger Garten: Die Villa des letzten BND-Präsidenten steht seit sieben Jahren leer. Jetzt könnte Berlin das Haus kaufen.

Die „Agenten-Villa“ in der Sven-Hedin Straße in Zehlendorf nutzte unter anderem auch der US-Geheimdienst.

Das Haus mit 14 Zimmern, einer großen Auffahrt und einem riesigen Garten wurde 1915 erbaut. Letzter Mieter war der BND-Präsident. Er hatte hier seinen Dienstsitz und zugleich seine Wohnung. Bei seinem Auszug im Jahr 2012 war das Dach undicht und dringende Sanierungarbeiten standen an. Auf geschätzte 500.000 Euro hätten sich die Kosten dafür belaufen.

Aktuell

Derzeit verhandelt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) mit dem Land Berlin über den Kauf des Hauses. Doch warum wurde das Haus mit Grundstück nicht früher zum Kauf angeboten? Der BImA wird vorgeworfen, die Villa zum Spekulationsobjekt gemacht zu haben. Doch die BImA dementiert. Ihrer Ansicht nach hätten Bundesbehörden früher bereits Interesse angemeldet, dann aber einen Rückzieher gemacht. Deshalb werde das Haus erst jetzt Berlin zum Kauf angeboten.

Die Kaufverhandlungen stehen jedoch erst am Anfang. Nach Informationen der BImA soll der Kaufvertrag Ende des Jahres fertig sein. Falls Berlin hier Sozialwohnungen bauen sollte, erhält es das Grundstück billiger.

Das könnte Sie auch interessieren

Ehemalige Hubertus Lichtspiele am Waldmannsluster Damm (Foto: Miriam Keuter / rbb 88.8)
Miriam Keuter / rbb 88.8

Ehemalige Hubertus-Lichtspiele

Das frühere Kino am Waidmannsluster Damm 167 ist nur noch eine Ruine, die eigentlich schon längst abgerissen werden sollte. Doch passiert ist bisher nichts. Auf dem Gelände sollen 21 kleine Wohnungen und ein Einfamilienhaus entstehen.

Prälat Schöneberg (Foto: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm)
radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm

Prälat Schöneberg

Bis zum Bau des Palais am Funkturm war der 12.000 m² große Prälat das beliebteste Tanzlokal der West-Berliner. Doch seit 1987 steht das Gebäude leer und nur die beiden denkmalgeschützten Säle (Wappensaal und Kronensaal) sind noch erhalten.

Das Tacheles in Berlin (Foto: imago/Schöning)

Mitte - Das Tacheles

Früher war es einer der wichtigsten Anlaufpunkte der Berliner Subkultur. Jetzt gibt es konkrete Zukunftspläne für das Tacheles und seine Umgebung. Rund 90.000 m² neue Fläche sollen zur Bebauung freigegeben werden.