Reichspostzentralamt in Tempelhof (Foto: rbb 88.8 / Helena Daehler)
Bild: rbb 88.8 / Helena Daehler

- Das alte Reichspostzentralamt in Tempelhof

Der eindrucksvolle Bau steht in der Ringbahnstraße 130 südlich der Stadtautobahn A 100 zwischen Schöneberger Straße und Manteuffelstraße. 2020 soll hier das Anti-Terror-Zentrum der Berliner Polizei entstehen.

Eindrucksvolle Architektur

Das 1928 vollendete Bauwerk ist ein fünfgeschossiger, mit blauroten Klinkern verkleideter Stahlskelettbau. Die Baukosten betrugen 4,85 Millionen Mark.  Das mit Ziegelmustern reich ornamierte Obergeschoss ist zurückgesetzt. Die 172 Meter lange Südfassade an der Ringbahnstraße weist eine strenge vertikale Gliederung auf. Die ausgeprägte Gliederung erfolgt durch zwei vorgeschobene Eckflügel und zwei den Mittelflügel unterbrechende siebengeschossige Turmbauten mit kristallinem Spitzbogenabschluss, die auf den Haupteingang verweisen.

Die schlanken, schornsteinartigen Turmaufsätze mit den Antennen existieren nicht mehr. In den Turmstuben waren Funkmesslabors untergebracht. In den 1970er Jahren wurden am Gebäude als Maßnahme gegen die Lärmbelästigung vom nahen Flughafen Tempelhof sprossenlose Fenster eingebaut. Rückseitig ist das Gebäude durch eine zweigeschossige Brücke mit dem ehemaligen Speicher (Lagergebäude II) verbunden.

Zukunftspläne

Aktuell ist das komplette Gebäude eingezäunt, und das mit Stacheldraht. An allen Ecken befinden sich Kameras. 1200 Beamte der Berliner Polizei sollen hier demnächst arbeiten. Doch dafür muss noch einiges umgebaut werden.

Da das Haus aber unter Denkmalschutz steht, gestalten sich die Umbauarbeiten schwierig und langwierig. Einen genauen Einzugstermin der Anti-Terrorzentrale gibts es laut Angaben der Berliner Senatsverwaltung noch nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Ehemalige Krankenhaus in Hohengatow (Foto: rbb 88.8)
rbb 88.8

Spandau - Das ehemalige Krankenhaus in Hohengatow

Die Klinik in Gatow war auf Geriatrie spezialisiert und ist seit 1996 nicht mehr in Betrieb. Ab 2013 wurde sie als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Seit Ende 2020 steht das komplette Areal leer.

Fassade des Kaufhauses Jandorf
Doris Anselm / radioBERLIN 88,8

Das ehemalige Kaufhaus Jandorf

Vom einstigen Warenhaus, über das Haus der Mode in der DDR bis hin zur Eventlocation: Das Haus an der Kreuzung Brunnenstraße/Veteranenstraße hat eine bewegte Vergangenheit. Jetzt könnte die Mode bald wieder eine große Rolle für das Gebäude spielen.

Prälat Schöneberg (Foto: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm)
radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm

Prälat Schöneberg

Bis zum Bau des Palais am Funkturm war der 12.000 m² große Prälat das beliebteste Tanzlokal der West-Berliner. Doch seit 1987 steht das Gebäude leer und nur die beiden denkmalgeschützten Säle (Wappensaal und Kronensaal) sind noch erhalten.

Unbewohntes Wohnhaus in Berlin-Steglitz Hindenburgdamm Ecke Gardeschützenweg (Quelle: rbb/Ansgar Hocke)
rbb/Ansgar Hocke

Spukhaus Gardeschützenweg

Ein trauriger Rekord: Seit mehr als 15 Jahren steht am Hindenburgdamm in Steglitz ein Mietshaus leer. Das Eckhaus verfällt immer weiter. Dem Eigentümer gehört ein weiteres leerstehendes Haus am Roseneck. Warum greifen die Behörden nicht ein?