Bauzombie Buckower Chaussee (Foto: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm)
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- Die ehemalige Raketenfabrik

Ganz in der Nähe des S-Bahnhof Buckower Chaussee verbirgt sich ein Gebäude mit einer bewegten Geschichte. Unter anderem wurden hier einst ferngesteuerte Lenkbomben und Raketen für die Deutsche Luftwaffe gebaut.

Geschichte

Neben der Bahntrasse der Berlin-Dresdner Eisenbahn errichtete die Rheinmetall-Borsig AG hier von 1941 bis 1943 die Rüstungsfabrik. Damals war die Gegend hier in der westlichen Feldmark von Marienfelde  noch weitgehend unbebaut. Der Standort wurde ausgesucht um Bombenangriffen zu entgehen.

Seit den 60er Jahren wurde ein Teil des Gebäudekomplexes als Jugendgästehaus (Jugendgästehaus „Dr.Schreber“) genutzt, danach dann auch als Altenheim, Waisenhaus und zuletzt als Wohnheim für obdachlose Männer. 2002 ging das private Wohnheim pleite. Seitdem steht das Gebäude leer.

Zukunftspläne?

Der Senat verkaufte das Gebäude an den Immobilienentwickler Pette. Es gibt bereits Pläne hier vorübergehend ein Flüchtlingsheim einzurichten und später vielleicht auch ein Haus mit vielen Künstler-Ateliers. Diese Projekte liegen derzeit aber auf Eis, denn es gibt es keine Chance auf eine Baugenehmigung. Grund ist der fehlende Zugang (Zuwegung) zum Gebäude.

Auf der einen Seite weigert sich eine ansässige Groß-Speditionen einen möglichen Zugangsweg freizugeben. Auch der kleine schmale Weg parallel zur Bahntrasse, der direkt zum Gebäude führt, steht nicht zur Verfügung. Denn der gehört der Deutschen Bahn. Die hat aber Pläne für einen Streckenausbau und braucht den Platz für die Baustelle.

Somit wird das denkmalgeschützte Gebäude wohl auch noch in absehbarer Zeit weiter im Dornröschenschlaf bleiben.

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