Außenfassade der Ehemaligen AGFA-Fabrik in Treptow (Foto: radioBERLIN 88,8 / Keuter)
Bild: radioBERLIN 88,8 / Keuter

- Ehemalige Agfa-Fabrik

Einst wurden hier chemische Zwischenstoffe für die Fotografie produziert. Dann zog Europas größtes Clubhaus für Start-ups ein. Doch noch wird hier nicht an der Zukunft gearbeitet.

Die Geschichte

1850 wurde das Gebäude erbaut und war zunächst die Chemiefabrik Max August Jordan. 1872 wurde sie von Agfa übernommen. Zunächst wurden chemische Zwischenstoffe für die Fotografie produziert.  

Agfa bedeutet übrigens: Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrication. Die Abkürzung Agfa folgte erst später, sie wurde am 15. April 1897 als Warenzeichen für „chemische Präparate für photographische Zwecke“ eingetragen.

2016 kauften dann die Macher der „Factory Berlin“ das Gebäude, um es zu ihrem zweiten, größeren Standort zu machen. Auf 14.000 Quadratmeter in fünf Etagen sollen hier Start up´s an der Zukunft forschen.

Die Gegenwart

Doch noch tut sich hier nichts. Aus fast allen Wänden hängen Kabel, auf dem Boden des Fahrstuhls liegen Ziegelsteine im Staub, im Flur der zweiten Etage verputzt ein Bauarbeiter die Decke.

Aber im Oktober 2017, spätestens im November, soll die "Factory Berlin" im Gebäude endlich eröffnet werden. Mehrere hundert Arbeitsplätze sollen dann zur Verfügung stehen. Außerdem sind ein Restaurant, ein Café, eine Bibliothek, ein Meditations- und ein Yoga-Raum, ein Kino mit Sofas, ein Labor mit 3D-Druckern und Lasercuttern und letztlich ein acht Meter langes Bällebad mit 34.000 Plastikbällen geplant.

Die Code University (Hochschule für Produktentwicklung) und das „DigitalHub“-Team der Bundesregierung haben sich schon eingemietet. Außerdem zieht die staatlich genehmigte Sekundarschule „NewSchool“ ein.






 

Das könnte Sie auch interessieren

Die alte Schule in Hellersdorf (Foto: radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter)
radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter

Alte Schule in Hellersdorf

Das ehemalige Schulgebäude droht demnächst der Abriss und dann sollen dort preisgünstige Wohnungen entstehen.

Außenaufnahme eines Gebäudes der ehemaligen Stammbahn von Zehlendorf nach Griebnitzsee (Foto: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm)
radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm

Die alte Stammbahn von Zehlendorf bis Griebnitzsee

Sie war die erste Bahnstrecke Preußens und wurde 1838 eröffnet. Die Stammbahn verband Berlin mit Potsdam. 1945 wurde sie stillgelegt. Doch bald könnte die alte Strecke wieder zum Leben erweckt werden.

Ehemaliges Regierungskrankenhaus Buch; Foto: rbb Abendschau
Foto: rbb Abendschau

Ehemaliges Regierungskrankenhaus

Einst war die Klinik in Buch der politischen Führung der DDR vorbehalten - mit modernster Ausstattung. Nach der Wende entstand das Klinikum Buch, für die alten Gebäude gab es keine Verwendung mehr. Nun sollen dort im Grünen Wohnungen entstehen.

Das ehemalige Funkwerk in Köpenick (Foto: radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter)
radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter

Ehemaliges Funkwerk in Köpenick

Seit Anfang der 90er Jahre passiert nicht mehr viel im ehemaligen Funkwerk. Jetzt hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das Ruder übernommen.

ehemalige Irakische Botschaft in Pankow; Foto: radioBERLIN/Doris Anselm
Foto: radioBERLIN/Doris Anselm

Die Botschaft des Irak in der DDR

In der Tschaikowskistraße gammelt der Plattenbau seit über 20 Jahren vor sich hin. Das Grundstück gehört dem Bund, das Gebäude dem Irak. Ob dort jemals ein Kulturzentrum entstehen wird, ist fraglich.