Peter Behrens Bau Bild: rbb 88.8
Bild: rbb 88.8

- Peter Behrens Bau

Der Peter Behrens Bau in Oberschöneweide an der Spree hat eine große Geschichte und gilt als „Monument der Berliner Industriekultur“. AEG baute dort Autos, Telefunken baute Fernsehtechnik, Samsung Bildröhren. Seit 10 Jahren ist nur mehr kleineres Gewerbe auf dem Areal angesiedelt - und auch damit ist nun Schluß. Der Peter Behrens Bau wird komplett saniert und neu gestaltet.


2 Mrd. Euro will die Immobilienfirma investieren, die das ganze Areal gekauft hat. Sie will daraus einen Zukunftsstandort für Industrie 4.0 errichten - wie es heißt. Also künstliche Intelligenz, Digitales usw. Und wir reden über eine Gesamtfläche von 100.000 Quadratmetern. Der eigentliche Peter Behrens Bau, das ist so ein vierkantiger Riegel, mit diesem imposanten Turm in der Mitte, der mal das höchste Gebäude Deutschlands war, also dieser Riegel, der bleibt stehen und wird komplett saniert, denkmalgerecht - aber fast alle anderen Gebäude die nach und nach errichtet wurden, die sind baufällig, werden abgerissen, neue werden gebaut. Die Mauer zur Ostendstraße wird abgerissen und das ganze Gelände wird dann frei zugänglich sein. Und da das ja direkt an der Spree liegt, sollen hier Grünflächen geschaffen werden, es soll ein Uferweg gebaut werden, so dass das also nutzbar sein wird für umsonst für alle. Dazu soll es noch eine Halle für Gastronomie geben, für Konzerte, Kultur.

Also es wird versucht Flächen für eine moderne Industrie und einer Nutzung für die Allgemeinheit zu verbinden. Das Traurige natürlich: Viele der alten Mieter wären gerne noch geblieben, die meisten werden wohl nach der Sanierung nicht zurückkommen. Ich hab mit einem Handwerker gesprochen, der hier seine kleine Firma hat und er meinte: Das war ihm aber klar, dass das bei dem Zustand der Gebäude hier nicht ewig so weitergehen konnte. Schon Ende des Jahres wird losgebaut, in sieben Jahren soll es komplett fertig sein und dann wird fast nichts hier mehr sein, wie es mal war.

Hendrik Schröder, Stand: 07/2020

Das könnte Sie auch interessieren

Kulturhaus Peter Edel Bild: rbb 88.8
rbb 88.8

Kulturhaus Peter Edel

In den 60ern spielten hier Jazzlegenden, doch seit seiner Schließung im Jahr 2009 verfiel das ehemalige Kulturhaus in Weißensee. Doch jetzt gibt es Neuigkeiten!

ehemalige Irakische Botschaft in Pankow; Foto: radioBERLIN/Doris Anselm
Foto: radioBERLIN/Doris Anselm

Die Botschaft des Irak in der DDR

In der Tschaikowskistraße gammelt der Plattenbau seit über 20 Jahren vor sich hin. Das Grundstück gehört dem Bund, das Gebäude dem Irak. Ob dort jemals ein Kulturzentrum entstehen wird, ist fraglich.

Das städtische Krankenhaus in Neukölln (Quelle: rbb / Miriam Keuter)

Ehemalige Frauenklinik Neukölln

Ein Teil der Gebäude wurde in den Jahren 1913 bis 1917 als Frauenklinik gebaut, Erweiterungsbauten kamen in den 60er und 70er Jahren dazu. Vivantes hatte bis 2005 dort seine Kliniken.

Doktor Georg-Benjamin-Krankenhaus

Nun soll das Gelände soll zu einem attraktiven Wohnstandort entwickelt werden, das Ganze unter dem Projektnamen"Metropolitan Park" mit 740 Wohneinheiten.
Der Gebäudekomplex in Staaken war erst Kaserne, dann Klinik. Benannt nach dem jüdischen Kinderarzt und Widerstandskämpfer, der im KZ Mauthausen umkam.

Das ehemalige Möbel-Krieger-Haus in der Genthiner Straße (radioBERLIN 88,8 / Hendrik Schröder)
radioBERLIN 88,8 / Hendrik Schröder

Ehemaliges Möbel Krieger-Haus

Das Haus in der Genthiner Straße und das angrenzende Gründstück wurden an einen Investor verkauft. Jetzt sollen hier für rund 50 Millionen Euro Wohnungen, Tiefgaragen und Gewerberäume entstehen.