Baustelle Sterndamm am S-Bahnhof Schöneweide; Foto: radioBERLIN/Doris Anselm
Hindernislauf am S-Bahnhof Schöneweide; Foto: radioBERLIN/Doris Anselm | Bild: Foto: radioBERLIN/Doris Anselm

- S-Bahnhof Schöneweide

Das Areal rund um den S-Bahnhof Schöneweide ist seit Jahren eine einzige Baustelle , inklusive des Fußgängertunnels und der Brücken über den Sterndamm. Auch das Gebäude selbst und die Bahnsteige gehören dazu.

Die Vorgeschichte

Der Bahnhof, zunächst nur ein Haltepunkt an den Ausläufern der Landgemeinde Niederschöneweide, wurde am 24. Mai 1868 an der Görlitzer Bahn eingerichtet. Erst hieß er noch "Neuer Krug", der Name geht auf eine Gaststätte in unmittelbarer Nähe zurück.

Durch die dichte Bebauung wurde die Hochlegung der Trasse zu einem Bahndamm notwendig, um sie vom Individualverkehr zu trennen. Am 1. Mai 1906 war der Umbau abgeschlossen.

1929 bekam der Bahnhof seinen noch heute gültigen Namen Schöneweide.

Durch den sechsspurigen Ausbau der anliegenden Fernstraße 96 ging der Zusammenhang zwischen Bahnhof und Ortskern verloren.

Abgehängt und wieder angeschlossen

Nach der Wende wurde der Fernverkehr schrittweise auf die Stadtbahn oder nach Lichtenberg verlegt, der Regionalverkehr blieb in Schöneweide vorerst erhalten.

Im Jahr 2009 wurde die südlich an die Reiseverkehrsanlagen anschließende Zugbildungsanlage der S-Bahn grundlegend erneuert.

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 wurde der Regionalverkehr in Schöneweide wegen Bauarbeiten für mehrere Jahre eingestellt. Im Oktober 2012 schrieb die Deutsche Bahn die Erneuerung der Eisenbahnbrücken über den Sterndamm aus.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 fährt die RB36 nur noch zwischen Königs Wusterhausen und Frankfurt (Oder). Die Wiederinbetriebnahme eines der beiden baubedingt unterbrochenen Fernbahngleise am Bahnhof Schöneweide erfolgte zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015. Seit April 2016 hält die RB24 auch wieder in Berlin-Schöneweide.

Fußgängertunnel

Der Fußgängertunnel gewährt den Bewohnern rund um Brückenstraße und Spreestraße einen kurzen Weg zum S-Bahnhof Schöneweide. Er wurde bereits 1972 eröffnet und 1994 modernisiert. Damals wurden Aufzüge und Rolltreppen eingebaut.

Aktueller Stand

Im Zuge der Grunderneuerung der Görlitzer Bahn in Berlin soll in den nächsten Jahren auch der Bahnhof Schöneweide modernisiert und umgebaut werden. Geplant ist, den Personentunnel nach Südwesten durchzustechen sowie für die Straßenbahn einen eigenen Tunnel durch den Bahndamm in Verlängerung der Brückenstraße zu errichten.

Die Brücken über den Sterndamm sowie die Bahnsteige werden erneuert, das Empfangsgebäude modernisiert und der nördliche Vorplatz neu gestaltet. Insgesamt werden 45 Millionen Euro in den Umbau investiert. Die Baumaßnahmen begannen im März 2013 und sollten bis 2018 abgeschlossen werden, verschieben sich aber auf 2021. Im Zeitraum 2015/2016 war  zur Herstellung eines barrierefreien Zugangs der Einbau eines weiteren Aufzugs geplant.

Das könnte Sie auch interessieren

Foto: Christina Rubarth
Christina Rubarth

Güterbahnhof Greifswalder Straße

Auf dem 1875 eröffneten Güterbahnhof an der S-Bahn-Station Greifswalder Straße verkehren keine Güterzüge mehr, seit zu Wendezeiten die Industrie in der Umgebung wegbrach. Seit acht jahren will der Investor hier Wohnungen bauen, doch ein Streit zwischen Bezirk und Investor verhindert das.

Foto: radioBERLIN 88,8

Landhaus Buhr

Bis in die 70er Jahre gab es dort Konzerte und Tanzveranstaltungen. Nach der Schliessung sollte eigentlich ein Einkaufszentrum gebaut werden.

Die Eisfabrik an der Köpenicker Straße (rbb / Tom Garus)
(rbb / Tom Garus)

Die Alte Eisfabrik

Die Eisfabrik der ehemaligen Norddeutschen Eiswerke AG ist eine der ältesten noch erhaltenen Produktionsstätten ihrer Art in Deutschland. Auf dem zirka 8800 Quadratmeter großen Grundstück soll bis zum Jahr 2020 eine lebendige Mischung aus Wohnen, Gewerbe sowie kultur- und kreativwirtschaftlicher Nutzung entstehen.

Die alte Schule in Hellersdorf (Foto: radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter)
radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter

Alte Schule in Hellersdorf

Das ehemalige Schulgebäude droht demnächst der Abriss und dann sollen dort preisgünstige Wohnungen entstehen.

Hubertusbad Stadtbad Lichtenberg Bild: radioBERLIN 88,8 / André Noll
radioBERLIN 88,8 / André Noll

Das Hubertusbad in Lichtenberg

1928 eröffnete die Bade- und Schwimmanstalt. Seit 1991 ist das Bad wegen Baumängeln und fehlendem Geld geschlossen.