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Gemüse: Tomaten, Zucchini, Paprika, Peperoni auf der 84. Internationalen Grünen Woche Berlin. (Bild: imago/ F. Boillot)
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"Grüne Woche" 17. Januar - 26. Januar 2020 | Messe Berlin - Total regional - So schmeckt Berlin!

Warum immer in China und Taiwan bestellen? Das dauert länger, schadet der Umwelt und macht schlechtes Bio-Karma. Wir sagen: Einkaufen geht auch regional - und wir helfen Ihnen dabei! Vom klassischen Mampe Schnaps über das hippe Startup mit Berlin Produkten bis hin zur Berliner Schokolade… Essen und Trinken von Berlinern für Berliner.

Anlässlich der Grünen Woche stellen wir daher Berliner Firmen vor, die ihre Produkte in Berlin und mit Zutaten aus der Region produzieren. Hier sehen Sie einen interaktiven Online-Atlas der regionalen Anbieter.

Kennen Sie auch einen Berliner Betrieb, den wir unbedingt mit in den Online-Atlas aufnehmen sollten? Dann schicken Sie uns eine WhatsApp-Sprachnachricht an die 030 / 030-30 32 888 300.

Alle Berliner Betriebe auf einer Karte

  • Obst & Gemüse

  • Fleisch / Fisch

  • Süßes / Brot

  • Bier / Spirituosen / Cocktails

  • Eier / Soßen / Beilagen

  • Getränke

  • Sonstiges

  • Restaurants / Pizza

Regional - beliebt aber kompliziert

Marktstand mit Spitzkohl, Rotkohl, Weisskohl und Grünkohl
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FAKTEN:
- 20% der Verbraucher kaufen bewusst regional

- Berlin hat fast 100 Wochen-, Öko- und Bauernmärkte, auf denen verstärkt regionale Produkte angeboten werden

- Regiokisten wie „Landkorb“ werden immer beliebter

- die Nachfrage nach regionalen Produkten steigt in Berlin, Brandenburger Betriebe kommen oft nicht hinterher, z.B. gibt es zu wenig Schlachtbetriebe

- Initiativen wie „Too good to go“ vermitteln überschüssige Lebensmittel, um Verschwendung zu vermeiden

- etwa 10% der Artikel von Edeka kommen von regionalen Lieferanten

Mehr als 80% der Deutschen wünschen sich mehr regionale Produkte in den Supermärkten, zwei Drittel sind sogar bereit, dafür mehr zu zahlen. Die Supermärkte reagieren darauf und haben in den letzten Jahren deutlich mehr regionale Lieferanten in ihr Sortiment aufgenommen (z.B. Edeka etwa 10% der Artikel). Allerdings ist es für den Konsumenten sehr schwer einzuschätzen, woher Wurst, Milch oder Saucen und deren Inhaltsstoffe kommen. Eine einheitliche Definition gibt es nicht, jeder Hersteller legt für sich fest, was seine „Region“ ist. Firmen werben mit Slogans wie „"Unsere Heimat – echt & gut", "Mein Land" oder "Gutes aus der Region", tatsächlich werden „regionale“ Produkte oft mehr als hundert Kilometer durch die Republik gefahren.

Die bundesweite Initiative „Regionalfenster“ gibt Orientierung und zeigt zumindest, aus welcher Region die Produkte stammen. Allerdings ist die Kennzeichnung freiwillig und noch nicht überall verbreitet. Bei Obst und Gemüse muss zumindest das Herkunftsland angegeben werden. Auch Wochenmärkte sind kein Garant für regionale Qualität, die Verbraucher müssen nachforschen: stammen die Produkte von Lieferanten aus der Region oder nur vom örtlichen Großhandel? Schön, wenn man sich bei einigen Herstellern auf die Regionalität verlassen kann.

Saisonkalender für Gemüse, Obst und Salat

Spargelernte, Foto: dpa, Fabian Sommer
dpa

Aus vielen Gründen ist es sinnvoll, möglichst regional angebautes und daher saisonal verfügbares Gemüse und Obst zu verzehren. Es schmeckt besser, vermeidet unnötige Umweltbelastung durch weite Transportwege und übermäßigen Wasserverbrauch beim Anbau in trockenen Regionen der Erde. Was zunächst wie eine Einschränkung klingt, bietet letztendlich die Möglichkeit, die Vielfalt im Wechsel der Jahreszeiten wieder neu zu entdecken.

Die drei Saisonkalender für Gemüse, Obst und Salat sollen helfen, das jeweils passende Lebensmittel zu finden. Sie sind auch als PDF-Datei zum Herunterladen und Ausdrucken erhältlich.

Hier gehts zum Saisonkalender