Lydia Mikiforow Bild: Privat
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- Lydias Grill-Tipps

rbb 88.8 Früh-Früh-Show-Moderatorin Lydia Mikiforow ist nicht nur am Mikro ein echter Profi. Auch beim Thema Grillen macht ihr niemand was vor. Für Sie hat Lydia ein paar super Tipps für die aktuelle Grillsaison.

Holzkohle oder Briketts?

Das hängt davon ab, was auf den Grill soll und wie lange Steak, Wurst oder Gemüse bruzzeln sollen. Holzkohle ist schneller an, wird heisser, hat aber eine kürze Brenndauer. Briketts dagegen brauchen mehr Zeit beim Anmachen, sind weniger heiß, halten dafür aber die Hitze wesentlich länger als Holzkohle.

Kleine Helfer bringen mehr Spaß in den Grillabend

Eine optimale Grillzange liegt gut in der Hand, ist etwas schwerer und hat eine schöne große Fläche zum Fleischwenden. Außerdem ist ein gutes Fleischthermometer einfach unschlagbar. Damit sieht man genau, wie hoch die Innentemperatur des Grillguts und damit der Grillgrat (Medium, Raw usw.) ist. So vermeidet man auch zu trockenes Grillfleisch.

Aluminiumschalen oder nicht?

Davon hält Lydia überhaupt nichts. Sie enthalten Giftstoffe, die sich dann bei großer Hitze lösen können und mit ins Essen gelangen. Es gibt aber Alternativen, wie z. Bsp. Gussplatten.

Runde Feuerplatten

Es gibt einen ganz spannenden neuen Trend, und zwar Grill-Platten. Sie sind in der Regel kreisrund, haben in der Mitte ein Loch und man kann sie auf einen Kugelgrill oder eine Schale legen. Manche bauen sich auch eine sogenannte Feuerplatte, aus der dann aus der Mitte das Feuer lodert. Um die Platte herum kann man das Grillgut brutzeln lassen. Das macht wirklich etwas her.

So bekommt man das perfekte Grillmuster aufs Steak

Profis servieren Steaks immer mit einem schönen Schachbrettmuster-Branding. Innen ist das Fleisch dann zart und rosa. Aber auch wir zu Hause bekommen so etwas ziemlich leicht hin. Das Fleisch auf dem richtig heißen Grillrost legen und 90 Sekunden lang von der einen Seite scharf angrillen. Dann hat man schon mal ein Längsstreifen-Branding.

Dann die gleiche Seite, aber quer, nochmal 90 Sekunden lang grillen, umdrehen und das Gleiche wieder jeweils 90 Sekunden tun. Schwupps ist das Schachbrettmuster perfekt. So ein Stück Rindfleisch zum Beispiel ist Medium bei einer Kerntemperatur von 55 bis 60 Grad. Im Idealfall hat man ein Grill-Thermometer um die Temperatur zu messen.

Darf ich auf dem Balkon grillen?

Wir können froh sein, dass wir nicht in Hamburg wohnen, denn dort ist Grillen mit einem Holzkohlegrill auf dem Balkon komplett verboten. Hier in Berlin gibt's nur Auflagen. Zum Beispiel darf während der Grillsaison nur zweimal im Monat auf dem Balkon gegrillt werden, wenn sich die Nachbarn durch den Geruch nicht belästigt fühlen.

Manchmal wird Balkon-Grillen durch die Hausordnung aber auch ganz verboten. Bei Verstößen kann dann unter Umständen sogar die Wohnung gekündigt werden.

Mit Bier ablöschen oder nicht?

Wer kennts nicht? Während die Steaks oder Würste auf dem Grill vor sich hin bruzzeln löscht man zwischendurch immer mal mit ein bisschen Bier ab. Ist aber eigentlich totaler Quatsch und bringt nichts, denn durch das Bier wird nur Asche aufgewirbelt und die landet dann auf den Steaks. Das will ja niemand.

Besser man nimmt einen Grill mit Deckel. Da kann man die Hitze durch einen Luftzug steuern und es flammt auch nichts mehr auf.

Ein leckeres Grill-Dessert schnell gemacht

Schon mal Obst vom Grill probiert? Ananas zum Beispiel erst einmal mal in braunem Zucker wälzen und dann auf dem richtig heißen Grill kurz anbrutzeln. Dabei karamellisiert der Zucker. Dazu Eis oder Joghurt und man schwebt im siebten Himmel.

Es geht aber auch mit Birnen oder Mango. Hier kann man den Zucker weglassen, da der Fruchtzucker im Obst selber karamellisiert. Melone vom Grill funktioniert ebenfalls sehr gut. Und so hat man am Ende einen gegrillten Obstsalat. Einfach mal ausprobieren!

Das Fleisch selbst marinieren oder lieber fertig kaufen?

Das Fleisch selbst marinieren oder lieber fertig kaufen? Selbst ist der Mann, oder die Frau. Das gilt auch fürs Grillgut. Fertig mariniertes Fleisch aus dem Supermarkt ist zwar bequem und billig, aber ebend nicht besonders gut. Denn mit Marinade überdecken Hersteller oft eine schlechte Fleisch-Qualität. Außerdem tropft die Marinade in die Glut und das wirbelt Asche auf.

Probieren Sie doch mal stattdessen einen Rub, eine trockene Gewürzmischung. Da tropft nichts auf dem Grill und sie wissen, was sie für Fleisch gekauft haben.

Spiritus eignet sich doch super als Grillanzünder, oder etwa nicht?

Lieber die Finger davon lassen, denn Spiritus ist hoch giftig. Besser man nimmt einen Grillanzündkamin. Den gibts schon für 10 Euro im Baumarkt. Einfach mit Grillkohle füllen, ein Stück Pappe rein und das Ganze angezündet.

Durch die Löcher im Kamin kann die Luft zirkulieren und die Kohle glüht super durch. Wenn die Kohle dann schön weiß ist, einfach in den Grill kippen und los grillen.